In der Vogelwelt ist Gelb oft Liebeserklärung pur. Die Goldammer trägt ihr strahlendes Köpfchen wie eine Krone und singt vom Zaunpfahl ihr «Wie, wie, wie hab’ ich dich lieb». Kanarienvögel, seit Jahrhunderten vom Menschen auf Sonnengelb gezüchtet, bringen schon im Wohnzimmer Frühlingsgefühle. In den Tropen wiederum blitzt der Gelbbauchpipra wie ein Neonlicht durchs Unterholz, während der Goldfasan mit goldglänzendem Nacken posiert, als wäre er ein Covermodel. Auch viele Papageien setzen auf das Signal der Sonne – etwa die Gelbkopfamazone, deren Gefieder schon von Weitem leuchtet und sie im Schwarm unverwechselbar macht.

Doch Gelb kann auch das Gegenteil bedeuten: «Finger weg!» Wespen und Hornissen schreien es in gelb-schwarzen Warnstreifen in die Welt hinaus. Das Muster ist so effektiv, dass selbst harmlose Insekten wie Schwebfliegen es nachahmen und damit Schutz geniessen, ohne jemals einen Stachel einsetzen zu können. Tropische Pfeilgiftfrösche wie der Goldbaumsteiger setzen auf…

Möchten Sie diesen Artikel lesen?

Lesedauer: Minute

Diesen Artikel für Fr. 1.50 kaufen.

Artikel kaufen

Ein Abo der TierWelt kaufen.

Zum Aboshop

Haben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.